Schwarze Punkte, lange Schlappohren und ein "pelziger Präsident"

Kölsche Lebensfreude und beste Stimmung prägten unsere traditionelle Mädchensitzung., die am vergangenen Mittwoch im restlos ausverkauften großen Sartory Saal stattfand. Schon beim Einzug war klar: Diese Sitzung würde ihrem Ruf mehr als gerecht werden.

Ein ganz besonderer Blickfang – und zweifellos eines der Gesprächsthemen des Abends – war der von unseren Damen der Gesellschaft gestellte Elferrat, der sich mit außergewöhnlichem Einfallsreichtum und großer Liebe zum Detail als Dalmatiner präsentierte. Schwarze Punkte, lange Schlappohren und charmante Accessoires ließen die berühmten Filmhunde aus dem Disneyklassiker „101 Dalmatiner“ lebendig werden und sorgten bereits optisch für beste Unterhaltung. Perfekt ergänzt wurde dieses eindrucksvolle Gesamtbild durch Präsident Stefan J. Kühnapfel, der stilecht in die Rolle der exzentrischen Cruella Devil schlüpfte. Mit markanter Perücke, auffälligem Outfit und augenzwinkernder Selbstironie verkörperte er die wohl bekannteste Bösewichtin der Disney-Filmgeschichte und setzte damit einen fantasievollen wie humorvollen Kontrast zu seinem „tierischen“ Elferrat. Das Zusammenspiel aus Kostümidee, Inszenierung und karnevalistischem Esprit verlieh der Sitzung einen Hauch von Filmzauber und wurde vom Publikum mit begeistertem Applaus gefeiert.

Den schwungvollen Auftakt des abwechslungsreichen Programms gestaltete die Kinder- und Jugendtanzgruppe Jan von Werth, die mit viel Herzblut, tänzerischem Können und strahlenden Gesichtern das Publikum sofort in ihren Bann zog. Im Anschluss jagte ein Höhepunkt den nächsten: Guido Cantz begeisterte mit pointiertem Humor, während die Klüngelköpp mit ihren kölschen Tönen für Gänsehautmomente sorgten. Das Tanzcorps Luftflotte beeindruckte mit akrobatischer Präzision und Energie, bevor Martin Schopps mit seinem Wortwitz den Saal zum Beben brachte.

Ein besonderer Moment war der Auftritt des Kölner Dreigestirns mit Prinz Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Aenne, die für echtes kölsches Brauchtumsgefühl sorgten.
Spätestens bei Achnes Kasulke, Miljö und Brings und den Räubern hielt es niemanden mehr auf den Stühlen – der Saal kochte, es wurde gesungen, geschunkelt und ausgelassen gefeiert. Den krönenden Abschluss bildete schließlich unser Korps, das mit seinem Auftritt einmal mehr die tiefe Verbundenheit der Gesellschaft zu Tradition, Musik und rheinischem Karneval unter Beweis stellte.

Die Stimmung war über die gesamte Sitzung hinweg schlichtweg grandios. Ein begeistertes Publikum, ein hochkarätiges Programm und viele emotionale sowie humorvolle Momente machten diese Mädchensitzung zu einem unvergesslichen Abend.

 Unsere Mädels bewiesen einmal mehr, dass sie Karneval nicht nur leben, sondern mit Leidenschaft und Herz zelebrieren.

 Fotos: Copyright Jordi Mergen / Reiter-Korps "Jan von Werth" von 1925 e.V.